
Ein neuer Rechtsstreit bringt Tesla erneut in die Schlagzeilen. Diesmal geht es nicht um Reichweitenangaben oder Autopilot-Versprechen – sondern um etwas deutlich Alltäglicheres: den Kilometerzähler.
Doch genau hier soll es nun Ungereimtheiten geben.
⚠️ Auffällig schneller Zuwachs beim Kilometerstand?
Ein Tesla-Besitzer aus Kalifornien behauptet, dass sein gebrauchter Model Y innerhalb kürzester Zeit ungewöhnlich viele Meilen „draufgepackt“ hat – deutlich mehr, als bei vergleichbaren Fahrprofilen seiner früheren Fahrzeuge.
Über 13.000 Meilen in nur sechs Monaten, obwohl er mit vorherigen Autos im gleichen Zeitraum im Schnitt weniger als die Hälfte fuhr.
Noch auffälliger: Nach Ablauf der Garantie soll der Tesla deutlich weniger Kilometer „gezählt“ haben – obwohl sich die Pendelstrecke verlängerte.
🧠 „Intelligente“ Schätzung oder bewusste Manipulation?
Im Raum steht der Vorwurf, dass Tesla ein „vorausschauendes“ System nutzt, das nicht nur reale Strecken misst, sondern zusätzlich Fahrverhalten, Energieverbrauch und andere Variablen einbezieht – und so zu „künstlich beschleunigten“ Kilometerständen führt.
Das Problem: Viele Garantieleistungen bei Tesla enden bei einer bestimmten Laufleistung.
Wer also früher als erwartet diese Schwelle überschreitet, bleibt im Zweifelsfall auf Reparaturkosten sitzen.
📜 Was die Klage fordert – und was sie (noch) nicht ist
Der Kläger bringt die Klage im Namen aller Tesla-Kund*innen in Kalifornien ein.
Ob es wirklich zu einer Sammelklage kommt, ist allerdings offen – bei ähnlichen Fällen (z. B. zur Reichweite) hatten Gerichte eine Einzelabwicklung über Schiedsverfahren mit Tesla verlangt.
Tesla selbst hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert.
💬 Stimmen aus dem Netz
Auch auf Plattformen wie Reddit berichten Nutzer*innen über ähnliche Erfahrungen – etwa unerklärlich hohe Laufleistungen innerhalb kurzer Zeiträume.
Ob hier ein größeres Problem dahintersteckt oder Einzelfälle vorliegen, bleibt unklar.
📌 Fazit: Zwischen smarter Technik und kritischen Fragen
Tesla steht wieder einmal in der Kritik – diesmal nicht wegen autonomem Fahren oder Ladezeiten, sondern wegen einem der grundlegendsten Bauteile eines Autos: dem Kilometerzähler. Ob sich die Vorwürfe als haltbar erweisen, ist noch völlig offen.
Doch sie werfen erneut Fragen auf über Transparenz, Kontrolle und Vertrauen in moderne Fahrzeugsoftware – insbesondere, wenn Garantiegrenzen davon betroffen sind.