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Opel Manta: Der deutsche Kult-Coupé-Klassiker

Wenn ein Auto in Deutschland Kultstatus erreicht hat, dann ist es der Opel Manta. Zwischen 1970 und 1988 gebaut, wurde er weit mehr als nur ein sportliches Mittelklasse-Coupé.

Für manche war er ein Traumwagen, für andere eine Projektionsfläche für Klischees – doch am Ende schrieb der Manta Autogeschichte.

Von kitmasterbloke – https://www.flickr.com/photos/58415659@N00/52255536023/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=121315643

Ein Coupé gegen den Ford Capri

Mit dem Manta wollte Opel Ende der 1960er-Jahre vor allem eins: eine Antwort auf den erfolgreichen Ford Capri liefern. Der Zeitpunkt war günstig – sportlich gezeichnete Coupés lagen im Trend, junge Fahrer wollten mehr als nur praktische Limousinen.

Im September 1970 rollte der erste Manta A auf die Straßen. Flache Silhouette, lange Motorhaube, kurzes Heck – die Proportionen erinnerten an die amerikanischen Pony Cars.

Der Name kam vom Mantarochen, inspiriert durch Unterwasseraufnahmen von Jacques Cousteau. Und so zierte ein kleines Rochen-Emblem die Kotflügel.

Sportliches Image – schwache Basis

CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1298422

Von Anfang an vermarktete Opel den Manta als sportliches Auto für junge Fahrer. Anzeigen trugen Slogans wie: „Wenn Ihnen gewöhnliche Autos zu langweilig sind.“ Doch die Motorisierung hielt nicht immer, was das Design versprach.

Die Einstiegsversion bot gerade einmal 60 PS – zu wenig für das dynamische Erscheinungsbild. Erst Modelle wie der Manta SR oder später der GT/E mit 105 PS machten ihn wirklich zum Sportcoupé.

Dennoch: Mit seiner Form, den rahmenlosen Türen und den runden Heckleuchten gewann der Manta viele Fans.

Der Manta B – eine Erfolgsgeschichte

Von MPW57 – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57689621

1975 folgte der Manta B, der mit seiner gestreckteren Form und rechteckigen Scheinwerfern moderner wirkte. Besonders beliebt war der Manta GT/E, später auch als GSi bekannt.

Mit bis zu 110 PS, sportlichem Fahrwerk und aggressiver Optik wurde er zum Inbegriff des deutschen Alltags-Sportlers.

Dazu kamen Sondermodelle wie der Manta i200 oder die legendären Rallye-Versionen wie der Manta 400, mit dem Opel auch im Motorsport für Aufsehen sorgte.

Vom Auto zum Kultobjekt

Von KarleHorn – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64006476

Über eine Million gebaute Exemplare machten den Manta zu einem echten Erfolg. Doch mindestens genauso prägend war sein Image: In den 1980er-Jahren wurde er durch Filme, Witze und die Tuning-Szene zur Legende.

Der „Manta-Fahrer“ mit Fuchsschwanz an der Antenne und Spoiler am Heck wurde zur Ikone – manchmal belächelt, aber immer unverwechselbar.

Das Ende – und der Nachfolger

1988 lief der letzte Manta vom Band. Seine Technik – von der Starrachse bis zu den altgedienten CIH-Motoren – galt längst als überholt. Doch der Mythos lebte weiter.

Der Nachfolger, der Opel Calibra, konnte an das Kultpotenzial des Manta nie ganz anknüpfen.

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