Ein virales Video sorgt derzeit in der Auto-Community für hitzige Diskussionen. Darin äußert sich ein ehemaliger Mercedes-Mitarbeiter aus Österreich mit deutlichen Worten über Elektroautos – und trifft damit einen Nerv bei vielen Autofans.
Während einige seine Meinung teilen, kritisieren andere seine Aussagen als überholt.
Ehemaliger Mercedes-Mitarbeiter rechnet mit E-Autos ab
Das Video, das auf dem Instagram-Kanal @arminhdpcars veröffentlicht wurde, zeigt einen älteren Herrn auf einer Auto-Veranstaltung. Der Betreiber des Kanals, ein sogenannter Automotive Content Creator, hält ihm das Mikrofon hin und fragt nach seiner Meinung zum elektrischen Mercedes CLA. Doch statt über das konkrete Modell zu sprechen, teilt der Ex-Mercedes-Mitarbeiter grundsätzliche Kritik an der Elektromobilität.
„Elektroauto kannst vergessen“, sagt er gleich zu Beginn – mit charmantem Wiener Akzent und einem Lächeln im Gesicht. Dreißig Jahre habe er bei Mercedes gearbeitet, erzählt der Mann. Seine Erfahrungen mit Elektroautos seien alles andere als positiv gewesen.
Besonders die begrenzte Reichweite und die alltäglichen Einschränkungen hätten ihn überzeugt: „Ich bin auf der Autobahn gefahren – kein Radio, keine Heizung, 100 km/h, sonst wär mir der Strom ausgegangen.“
Der Interviewer kann sich ein Schmunzeln kaum verkneifen – doch die klare Meinung des Österreichers kommt an. Das Video verbreitet sich rasend schnell in den sozialen Medien.
Reichweite, Alltag und Restwert – die großen Kritikpunkte
Der ehemalige Mercedes-Mitarbeiter führt mehrere Punkte an, die aus seiner Sicht gegen Elektroautos sprechen. Besonders die angegebene Reichweite hält er für unrealistisch. „700 schreiben sie hin – wenn er 500 macht, ist es ein Glück“, sagt er mit Blick auf die offiziellen Herstellerangaben.
Auch beim Thema Laden sieht der Wiener große Probleme. Gerade in Städten sei es schwierig, eine freie Ladesäule zu finden. „Bei uns gibt’s viel zu wenig Ladepunkte“, kritisiert er. Hinzu komme der zweifelhafte Wiederverkaufswert von E-Autos: „Wer kauft dir den ab in acht Jahren? Kein Mensch, weil der sagt: Wie sind die Batterien beieinander?“
Auch die Frage nach der Entsorgung alter Batterien beschäftigt ihn: „Was machst mit den vielen alten Batterien? Weiß keiner.“ Damit greift er ein Thema auf, das auch in politischen und wissenschaftlichen Debatten regelmäßig diskutiert wird.
Internet reagiert gespalten
In den Kommentaren unter dem Video zeigen sich die Nutzer gespalten. Viele loben den Ex-Mercedes-Mitarbeiter für seine ehrlichen Worte und seine jahrzehntelange Erfahrung in der Autoindustrie. Andere hingegen werfen ihm vor, die Elektromobilität zu pauschal abzulehnen und nur auf die negativen Seiten zu schauen.
Ein Nutzer schreibt: „Endlich sagt es mal einer laut – Elektroautos sind einfach noch nicht alltagstauglich.“
Ein anderer hält dagegen: „Solche Aussagen bringen uns nicht weiter. Die Technik entwickelt sich, und in zehn Jahren sieht die Welt anders aus.“
Zwischen Erfahrung und Wandel
Das Video verdeutlicht, wie emotional das Thema Elektromobilität nach wie vor diskutiert wird. Während Hersteller wie Mercedes, VW und Audi Milliarden in den Ausbau ihrer Elektroflotten investieren, bleibt die Skepsis vieler Autofahrer groß – besonders bei älteren Generationen, die jahrzehntelang mit klassischen Verbrennern unterwegs waren.
Ob der ehemalige Mercedes-Mitarbeiter mit seiner Kritik Recht behält, wird die Zukunft zeigen. Sicher ist: Sein kurzer Auftritt hat eine Debatte entfacht, die zeigt, wie tief die Spaltung zwischen Befürwortern und Gegnern der Elektromobilität noch immer ist.
