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Mercedes-AMG vor radikalem Kurswechsel: Vier-Zylinder-Hybrid-Modelle stehen vor dem Aus

Ein Leak sorgt derzeit in deutschen Auto-Communities für hochkochende Diskussionen: Die umstrittenen Mercedes-AMG-Modelle mit Vierzylinder-Plug-in-Hybrid stehen offenbar vor dem Ende – darunter auch der aktuelle C63, der erst vor wenigen Jahren vorgestellt wurde und die Fangemeinde seit Tag 1 spaltete.

Nach Informationen von Elektroauto News liegt ein internes Mercedes-Memo vor, das klare Abschiedsfristen nennt. Mehrere AMG-Modelle mit Vierzylinder sollen nach dem Modelljahr 2026 nicht mehr weitergeführt werden.

Besonders brisant: Auch der Top-Performer C63 E-Performance ist betroffen – obwohl er erst seit kurzer Zeit auf dem Markt ist.

Das Dokument soll im Oktober konzernintern verschickt worden sein und listet konkrete Enddaten:

  • C43, GLC43 und GLA35: Produktionsende Februar 2026
  • C63 und GLC63: Produktionsende Mai 2026
  • Einzige Ausnahme: GLA45+, der vorerst weiterläuft

Dass ausgerechnet die neue C63-Generation so früh wieder eingestellt wird, überrascht jedoch nur teilweise. Der Plug-in-Hybrid mit 2,0-Liter-Vierzylinder galt nie als Publikumsliebling. Die AMG-Tradition mit großvolumigen Triebwerken wurde mit diesem Downsizing-Konzept so radikal gebrochen, dass viele Fans das Modell bereits seit Marktstart ablehnten.

Jetzt wird klar: Das Aus hat nicht nur mit Marktreaktionen, sondern auch mit neuen EU-Vorgaben zu tun. Laut dem geleakten Memo werden die Modelle aufgrund strengerer europäischer Lärmschutzregeln eingestampft.

Zitat aus dem Schreiben (wiedergegeben):
Neue Richtlinien „führen zu einer weiteren Reduktion der zulässigen Außengeräuschwerte… wir möchten Sie daher frühzeitig über die bevorstehenden Produktionsenddaten ausgewählter AMG-Motorisierungen informieren.“

Mit anderen Worten: Die aktuellen vierzylindrigen Hybrid-AMGs passen schlicht nicht mehr in die künftigen Geräuschlimits – und offenbar sieht Mercedes keine Option, sie weiterzuentwickeln.

Wie geht es weiter?

Offizielle Infos zum Nachfolger gibt es nicht, aber Branchenberichte häufen sich: AMG soll an einem neuen C63 mit größerem Antrieb arbeiten.

Viele hoffen auf ein Comeback klassischer AMG-Gene – sei es ein stärkerer Sechszylinder oder sogar ein neuartiges Performance-Hybridkonzept mit klarerem Fokus auf Emotion statt Effizienz.

Dass Mercedes die Kritik an der aktuellen C63-Generation gehört hat, gilt als sicher. Der Konzern wird sich genau überlegen, wie er AMG wieder näher an jene Kundschaft führt, die Performance nicht nur in Zahlen, sondern im Gefühl sucht.

Fest steht: Der Abschied vom Vierzylinder-Hybrid-C63 markiert das Ende eines Experiments, das Mercedes gewagt – aber das Publikum nie wirklich akzeptiert hat. Wenn die nächste Generation kommt, muss sie beweisen, dass elektrifizierte Performance und echte AMG-DNA kein Widerspruch sein müssen.

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