VW Tiguan 2027: Kompakt-SUV mit bis zu 268 PS und GTI-Genen

Der überarbeitete Tiguan für den US-Markt bleibt äußerlich unverändert, punktet aber mit zwei Motorvarianten, großzügigem Platzangebot und einem sportlichen Topmodell, das an den legendären GTI erinnern soll.


Unverändert ins neue Modelljahr

Nach der umfassenden Neuauflage 2025 geht der Tiguan ohne optische oder technische Änderungen ins Modelljahr 2027. Das bedeutet:

Das Kompakt-SUV setzt weiterhin auf die bewährte MQB-Plattform und tritt als reiner Fünfsitzer an – die früher verfügbare dritte Sitzreihe ist seit dem Generationswechsel Geschichte. Wer mehr Plätze braucht, muss zum größeren Atlas greifen.

Foto: Volkswagen AG

Zwei Motoren, ein klarer Favorit

In der Basis arbeitet ein 2,0-Liter-Turbobenziner mit 201 PS unter der Haube, gekoppelt an ein Achtgang-Automatikgetriebe. Wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich, erledigt dieses Aggregat den Alltag souverän, reagiert aus dem Stand aber etwas träge.

Foto: Volkswagen AG

Deutlich lebhafter geht es im Topmodell SEL R-Line Turbo zu: Dort leistet der aufgewertete Zweiliter-Vierzylinder 268 PS und katapultiert den Tiguan in 6,7 Sekunden auf Tempo 100 – Werte, die an den sportlichen Charakter des Golf GTI erinnern. Im Vergleich braucht die Basisversion satte 8,5 Sekunden.

Geräumig und gut ausgestattet

Foto: Volkswagen AG

Beim Platzangebot muss sich der Tiguan nicht verstecken: Hinter der zweiten Reihe stehen rund 765 Liter Kofferraum zur Verfügung, bei umgeklappten Sitzen wächst das Volumen auf knapp 2.000 Liter.

Schon die Einstiegsversion bringt serienmäßig einen 12,9-Zoll-Touchscreen, kabelloses Smartphone-Laden, adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Spurführung sowie eine automatische Notbremsfunktion mit.

Höhere Ausstattungslinien bieten ein 15-Zoll-Display, ein Harman-Kardon-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern und belüftete Sitze mit Massagefunktion.

Foto: Volkswagen AG

Schwachstelle Bedienung

Einen Kritikpunkt teilt der Tiguan mit vielen aktuellen VW-Modellen: Die Klimasteuerung erfolgt ausschließlich über den Touchscreen, physische Regler fehlen.

Auch die kapazitiven Schiebeleisten unterhalb des Displays bleiben gewöhnungsbedürftig. Immerhin dient der Drehregler auf der Mittelkonsole gleichzeitig als Lautstärkeregler und Fahrmodusschalter – ein kleiner Kompromiss in Richtung haptisches Feedback.

Foto: Volkswagen AG

Preise und Konkurrenz

Die Preise beginnen bei umgerechnet rund 30.000 Euro für das Basismodell und reichen bis etwa 45.000 Euro für den voll ausgestatteten SEL R-Line Turbo.

Eine Hybridversion ist bislang nicht im Angebot – im Gegensatz zum größeren Atlas, für den VW bereits einen Vollhybrid angekündigt hat.

Einordnung

Mit dem 268-PS-Topmodell positioniert sich der Tiguan als einer der fahraktivsten Vertreter im Kompakt-SUV-Segment – allerdings vorerst nur in den USA.

Für den europäischen Markt bleibt abzuwarten, ob VW die Leistungsstufe ebenfalls anbieten wird. Die fehlende Hybridoption ist angesichts des wachsenden Effizienzdrucks ein spürbares Manko, das die Konkurrenz aus Japan und Korea längst geschlossen hat.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert